Montparnasse // Tour / Marché / Cimetière
Das Viertel Montparnasse war am Anfang des Jahrhunderts der Parnass der Künstler, der Bretonen, der Spelunken, in denen außerhalb der Zollgrenzen von Paris Wein ausgeschenkt wurde. Viele Cafés und Bistros am Carrefour Vavin waren die Treffpunkte bis heute bekannter Künstler, Politiker, Intellektueller. Heute verkehrt im "La Rotonde", "Le Dôme" oder im "Select" eher die schicke Klientel der Stadt oder internationales Publikum.
Durch die rege Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte ist vom alten Flair nicht mehr allzuviel zu spüren. Lediglich der Friedhof Montparnasse liegt wie eine Insel abgeschlossen und unberührt im Trubel der modernen Großstadt.
Tour de Montparnasse
Ein weithin sichtbares Zeichen der Verwandlung dieses Stadtteiles, das aus der Skyline von Paris ragt, ist ein dunkler, 212 Meter bzw. 59 Stockwerke hoher - architektonisch umstrittener - Koloss aus Stahl und Rauchglas, an Höhe lediglich noch vom Eiffelturm übertroffen, der zweithöchste Büroturm Europas des Architekten Roger Saubot. Der Tour de Montparnasse befindet sich vor dem ebenfalls Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre erbauten Bahnhof, dem "Gare Montparnasse". Der schnellste Lift Europas befördert in den 56. Stock. Von dort und einer über die Treppe erreichbaren Aussichtsterrasse im Freien eröffnet sich großartiger Panoramablick über die Stadt und an klaren Tagen weit darüber hinaus.
Panorama-Bilder Paris vom Tour Montparnasse im >> Bildarchiv
Marché de Montparnasse
Wahre Köstlichkeiten werden dem verwöhnten Gaumen am Fuße des Turms, am Mittelstreifen des Boulevard Edgar Quinet angeboten: Spargel, Artischocken und viel weitere Gemüsesorten, Pilze und Sprossen, Süd-Früchte, Honig, Käsespezialitäten, Geflügel, Wild, Rind und Schwein, Fische und Meeresfrüchte, handgemachte Pasta, u.v.m. und dazu wunderschöne Blumensträuße.
Cimetière de Montparnasse
Der Friedhof in der Größe fast eines ganzen Quartiers liegt am Boulevard Edgar Quinet und beherbergt nicht nur einige Prominenz, wie Jean Paul Satre und Simone de Beauvoir, César Franck, Chaim Soutine oder Serge Gainsbourg, Jean Seberg und Fernandel sondern auch einige interessante Grabmonumente und Skulpturen wie den Bronzeengel des Ewigen Schlafes in seinem Zentrum, eine Büste Charles Baudelaires von Auguste Rodin, den Kuss von Constantin Brancusi und den Rest einer ehemaligen Mühle ohne Windräder. Weitere Fotos von Pariser Friedhöfen im Bildarchiv









