Brunnen in Rom

Wasser & Stein

Die Endstation antiker Trinkwasserversorgung, bzw. Aquädukte, das Spiel mit dem Steigen und Fallen des murmelnden, gurgelnden, rauschenden, brausenden Wassers, Kühlung, Erfrischung, Treffpunkt...
Wohlhabende Patritzierfamilien, Kirchenfürsten und Imperatoren sowie deren Architekten und Bildhauer konnten sich mit dem Bau eines Brunnnens ein Stück weit im Bild der Stadt verewigen.

 

Fontana dei Quattro Fiumi

Der Vier-Ströme-Brunnen auf der Piazza Navona wurde 1651 von Gian Lorenzo Bernini erbaut; Auftraggeber Papst Innozenz X. aus der Familie Pamphili, deren Wappen mit Friedenstaube und Ölzweig in den Brunnen miteinbezogen wurde, ebenso wie ein römischer Obelisk aus dem Circus Maxentius an der Via Appia und vier große Figuren, die die damals bekannten größten Flüsse der Erde, Ganges, Nil, Donau und Rio de la Plata, darstellen.

 

Fontana del Moro / Mohrenbrunnen

1574-76 von Giacomo della Porta mit 4 Tritonen für die Piazza Navona entworfen; 1654 wurde der Brunnen auf Auftrag von Olimpia Maidalchini von Gian Lorenzo Bernini erweitert, indem er in die Mitte "Il Moro", mit einem Delphin ringend platzierte.

 

Fontana del Tritone / Tritonenbrunnen

Der hochbarocke Brunnen auf der Piazza Barberini, zu der u.a. die Via Veneto führt, wurde 1642/43 von Gian Lorenzo Bernini geschaffen.

 

Fontana della Barcaccia

der Barken-Brunnen am Fuß der Spanischen Treppe auf der Piazza di Spagna, letzter Barockbrunnen, von Gian Lorenzo Bernini oder seinem Vater Pietro im Auftrag vom Barberini-Papst Urban VIII. entworfen, schwacher Wasserdruck, alte Barke.

 

Fontana delle Tartarughe / Schildkrötenbrunnen

1585 von Architekten Giacomo della Porta und dem Florentiner Bildhauer Taddeo Landini errichtet, ziert die etwas heruntergekommene Piazza Mattei (Name einer mächtige römische Familie, die ihren Platz damit schmückte / Renaissancepalast Palazzo Mattei von Carlo Maderna ebenda), nahe des westlichen Tiberufers in der Gegend zwischen dem Ghetto und der Largo die Torre Argentina: 4 Muschelbecken, 4 Jünglinge, die 4 Schildkröten - welche erst ca. 100 Jahre später, im Barock,  hinzugefügt wurden - zum Beckenrand über ihnen heben; elegante, feingliedrige Körper, grazile, verspielte Bewegungen in manieristischem Stil (Ende der Renaissance / Übergang zum Barock). Zur Zeit (Nov. 09) ist der Brunnen ohne Wasser und mit Baustellengitter und Planen umgeben. Ansonsten ist er auch, wie Alfred Andersch 1963 über den Brunnen schrieb: "... eine zierliche Kultstätte für die Liebhaber schöner Knaben, florentinisch fein, ein Sonett in Bronze." Dagegen sind die römischen Maße riesig: "...Denn alles in Rom ist groß, gerade auch in den Abmessungen, so dass man in einem einzigen Innenhof eines einzigen Mattei-Palastes alle Concetti des Abendlandes unterbringen kann: die Statuen nackter Götter oder Gladiatoren, Büsten von Generalen oder Gelehrten in Ovalen Nischen, Jagdreliefs über den Fenstern, Sarkophage als Brunnen, Oleander in Kübeln aus verziertem Ton, Durchblicke in Gärten, Säulenreste und Wappen..."

 

Fontana di Trevi / Trevi Brunnen

der bekannteste Brunnen Roms wurde von Nicola Salvis monumental für einen relativ kleinen Platz konzipiert und 1762 fertiggestellt; der Meeresgott Neptun im Zentrum wird von zwei Tritonen flankiert, die jeweils ein geflügeltes Ross, ein "Seepferd" bändigen;

 

Fontana dell'Acqua Felice / Fontana del Mosè

Der Mosesbrunnen ist ein barocker Brunnen an der Piazza San Bernardo, benannt nach dem Papst Sixtus V. - mit bürgerlichem Namen Felice Peretti, der mit der Aktivierung einer antiken Wasserleitung dafür sorgte, dass Roms Wasserversorgung verbessert wurde.

 

Acquario Romano

 
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