Kirchen in Rom
Patriarchalbasiliken / Basilicae maiores
Santa Maria Maggiore
ist vom Grundriss her eine große frühchristliche Basilika, deren markantester Bauteil ein gotischer Glockenturm ist. Die Kirche wird von Bauten der Hochrenaissance und des Barock eingeschlossen: links und rechts die Paläste der Kanoniker und im von der Piazza dell'Esquilino ansichtigen Teil zwei große Kapellen, mit 2 Kuppeln. Der Innenraum ist eine riesige dreischiffige Basilika aus dem 5. Jahrhundert, unterteilt von 2 Reihen mit je 40 Säulen aus attischem Marmor unter mosaikverzierten Architraven und einer vergoldeten Kassettendecke. Das Kirchengebäude, ein wuchtiger Längsbau - Vorhalle mit fünf Portalen und 3 bogigen Loggia darüber, die Mosaike einer Vorgänger-Fassade enthält - wurde zw. 1741 und 1743 vom Florentiner Ferdinando FUGA erbaut. Das Grab Gianlorenzo Berninis ist beim Hauptaltar zu finden. Vor dem Hauptportal, auf der Piazza Santa Maria Maggiore, steht eine hohe kannelierte Säule aus der Maxentiusbasilika mit Muttergottes, hinter der Apsis der Kirche eine imposante Freitreppe mit einem ähnlich hoher Obelisken.
Ein Wunder in einer Sommernacht des Jahres 352 soll das Motiv für die Erbauung der Kirche gewesen sein. Die Hl. Maria erschien dem Papst Liberius und einem reichen römischen Bürger mit dem Auftrag dort eine Kirche zu bauen, wo am nächsten Schnee liegen würde. Tatsächlich schneite es am jetzigen Standort der Kirche; bis heute wird am 5.August das Fest Maria Schnee gefeiert.
San Giovanni Laterano
Auf dem Grundstück der Familie Laterani ließ Kaiser Konstantin die erste christliche Basilika Roms erbauen, 2x brannte sie ab und wurde in der alten Form - u.a. von D. Fontana - wieder aufgebaut. Borromini barockisierte 1646 den Innenraum um, die Fassade wurde im 18.Jh. in der heutigen Form angebracht. Vor dem päpstlichen Exil in Avignon war der angegliederte Lateranspalast die Residenz der Päpste, die bis 1870 in der Basilika gekrönt wurden. Schauplatz der rituellen Fußwaschung am Gründonnerstag. Mosaiken in der Kapelle des Baptisterium aus dem 7Jh., Kreuzgang aus dem 13.Jh., gotischer Tabernakel aus dem 14.Jh., Nordfassade von D. Fontana aus 1586, Corsini-Kapelle mit Fresko von Guido Reni (Hl. Andreas)
Antike / Frühchristentum / Mittelalter
Pantheon / Piazza della Rotonda
Kirche und Grabstätte italienischer Könige in / aus dem am besten erhaltenen Bauwerk der Antike Roms. Siehe: Pantheon / Antikes Rom
Frührenaissance / Hochrenaissance / Spätrenaissance
Santa Maria del Popolo
Renaissancekirche gebaut unter Papst Sixtus IV., Della-Rovere-Kapelle mit Fresken von Pinturicchio, Cerasi-Kapelle mit zwei Meisterwerken Caravaggios, Chigi-Kapelle von Raffael entworfen;
Trinità del Monte
1495 errichtet, in den Napoleonischen Kriegen beschädigt, von Ludwig XVIII. 1816 wiederhergestellt; zwei mächtige Glockentürme, schöner Aussichtsplatz, der im 17. Jh. von den Franzosen durch die Spanischen Treppe mit der Piazza di Spagna verbunden.
Santa Maria dei Monti
von Giacomo de la Porta, mit schöner Kuppel
Sant' Ivo alla Sapienza
1642 - 64 von Francesco Borromini erbaut; die architektonische Gestaltung dieses Zentralbaus mit dem einzigartige Spiralturm machen die Kirche zu einer der originellsten und schönsten in Rom.
Santa Maria sopra Minerva
entstanden im 13. Jh. im Auftrag der Dominikaner als eines der wenigen gotischen Bauwerke in Rom auf den Ruinen eines antiken Minerva-Tempels; die Fassade ist strenge Früh-Renaissance; in der Kirche befindet sich u.a. die Gräber der Hl. Katharina von Siena und des Dominikanermönches und Malers Fra Angelico, die Renaissance-Grabmäler der Päpste Leo X. und Clemens VII. sowie eine Statue des Auferstandenen Christus, die von Michelangelo begonnen und von Raffaele de Montelupo 1521 fertiggestellt wurde.
San Giovanni dei Fiorentini
Die Nationalkirche der Florentiner beherbergt die Grabmäler von Francesco Borromini und Carlo Maderno
Santa Maria dei Miracoli & S.M. in Montesanto
beide Kirchen von Carlo Rainaldi entworfen
Santa Maria degli Angeli
Die Kirche Santa Maria degli Angeli ist Teil der rudimentär erhaltenen Diokletiansthermen. Sie wurde in das Frigidarium eingegliedert. Dafür musste Michelangelo, 88jährig, auf Auftrag des Paptes Pius IV. den antiken Tempel des römischen Kaisers Diokletian nur geringfügig ändern: Säulen, Baldachine, Gewölbe waren bereits vorhanden. In der Kirche befindet sich der 1702 in den Marmorboden eingelassene Meridian von Francesco Binachini, der für den Sonnenstand, also die Uhrzeit in Rom, sorgte. Sie wurde hier bis 1846 bekanntgegeben und anschließend von den den Mittag verkündenden Kanonen abgelöst.
La Maddalena
Rokokofassade
Santi Domenico e Sisto
schmale, hohe, zweigeschoßige Barockkirche mit 8 großen Kandelabern auf dem Giebel und einer steilen Rampentreppe; Gewölbe-Fresko von Domenico Canuti, Entwurf von Bernini zur Figurengruppe Noli me tangere, ausgeführt von Antonio Raggi;
San Gregorio Magno
unter Papst Gregor d. Großen im 6. Jh. erbaut, wurde im Mittelalter anstelle der alten Klosterkirche erneuert und im 17.Jh. von Giovanni Battista Soria restauriert. Eine Freitreppe führt zur palastartigen Fassade. Barocker Innenraum, umgestaltet von Francesco Ferrari im 18.Jh.
Sant' Ignazio di Loyola
Barocke, mit Stuck, Marmor und Gold kostbar geschmückte Kirche erbaut 1626 durch Papst Gregor XV. für den Jesuiten-Heiligen Ignatius von Loyola. Neben Il Gesù die zweite bedeutende römische Jesuitenkirche; im Inneren: prachtvolles, perspektivisches Deckengemälde, vom Barockkünstler Andrea Pozzo um 1685 geschaffen, das das Nichtvorhandensein einer Kuppel vergessen lässt, weil sie im Deckenfresko llusionistisch das Langhaus nach oben verlängernd, d.h. verblüffend räumlich und optisch täuschend dargestellt wird. DAs Fresko ist von einem bestimmten markierten Punkt am Fußboden korrekt zu betrachten. Alle anderen Betrachter-Perspektiven führen zu verzerrter Ansicht. Das Häuser-Ensemle der Piazza di Sant Ignazio stammt vom Rokoko-Baumeister Filippo Raguzzini aus dem 18. Jahrhundert.
Santa Maria ai Monti
Santa Andrea al Quirinale
Berninis letztes und vielleicht eindrucksvollstes Werk gehört zu den Meisterwerken des römischen Barock; Auftraggeber Alexander VII. Porphyrbekleidete Wände, der Strahlenglanz des Hauptaltars und die vergoldete Kassettendecke der Kuppel bilden den gloriosen Rahmen für die Himmelfahrt des heiligen Andreas.
Santa Maria della Vittoria
Barockkirche mit der Cappella Cornaro, die einem Theater nachempfunden ist mit Berninis Verzückung der hl. Theresia
San Marco
San Lorenzo in Lucina
Berninis Fonseca-Kapelle, Guido Renis Kreuzigung
Sant'Andrea della Valle
Fassade von Carlo Rainaldi wurde als Schauplatz des 1. Aktes von Giacomo Puccinis Oper Tosca berühmt. Zweitgrößte Kuppel Roms, entworfen von Carlo Maderno; Altar in der Strozzi-Kapelle mit Kopien von Michelangelos Rachel und Lea (Originale stehen in San Pietro en Vincoli).
Santa Maria della Pace
Glockenturm von Bramante, genau nach den klassischen Regeln der Proportionen
San Luigi dei Francesci
Caravaggio-Gemälde in der Contarelli-Kapelle: Berufung des Apostels, Martyrium des hl.Matthäus, Matthäus und der Engel.
Chiesa Nuova
1575 von Matteo da Città di Castello begonnen, fortgesetzt unter Martino Longhi dem Älteren, Fassade von Fausto Rughesis; Fresken von Pietro da Cortona
Sant' Andrea delle Fratte
Hohe Kuppel von Borromini mit Allerheiligenhimmel von Pasquale Marini. Engelsfiguren von Bernini, die ursprünglich für die Ponte Sant' Angelo geschaffen wurden.
Santi Ambrogio e Carlo a Corso
Baumeister Onario Vater und Sohn, Kuppel von Pietro da Cortona, eine der größten Roms; in einer Kapelle hinter dem ALtar befindet sich ein Reliquienschrein mit dem Herz des Hl. Karl Borromäus
San Marcello al Corso
Kreuzigung von Van Eyck in der Sakristei









































