Roma / Città Eterna
Rom! Stadt der Päpste, Stadt der Touristen, Stadt der Römer: grandiose Einblicke in 2000 Jahre Geschichte der Hauptstadt der Welt. "Caput mundi"! In komplexe Schichten übereinander gelegt; ineinander greifend; gemischt mit den Momentaufnahmen einer modernen, lauten, prallen, vielgestalten Stadt; zu Fuß, also "a piedi" über den antiken, mittelalterlichen, neuzeitlichen Marmor, Travertin, Ziegel, Asphalt; Kuppeln und Türme, "pittura", und "scultura" von Angesicht zu Angesicht; durch Parks, auf Hügel, über Brücken, Treppen rauf und runter, Plätze kreuz und quer, über Straßen hin und her! und dazwischen Massen und Chaos ...
Passeggiate Romane 15.-19.2.2010
Kolosseum
Nachdem wir das Kolosseum, auch "Amphitheatrum Flavium" genannt, bereits am ersten Tag von außen gesehen hatten, besichtigten wir es am letzten Tag der Reise genauer. Blicke in die freigelegte Unterbühne und auf die großangelegten Zuschauerränge beeindruckten die Gruppe.
Pantheon und Piazza Rotonda
Das Pantheon auf der Piazza Rotonda - nachts im Regen fast menschenleer, tagsüber der Platz überfüllt mit Menschenmassen - ist das am besten erhaltene Monument des antiken Roms. Viele Touristen sitzen in den Gastgärten rund um den Brunnen mit dem Oblisken. Ein Inschrift über der Filiale einer amerikanischen Fastfood-Kette, weist daraufhin, was dem Gast auf dem Platz geboten wird (Bild 6):
PIVS VII P M AN PONTIFICATVS SVI XXIII
AREAM ANTE PANTHEON M AGRIPPAE IGNOBILIBVS TABERNIS OCCUPATAM DEMOLITIONE PROVIDENTISSIMA AB INVISA DEFORMITATE VINDICAVIT ET IN LIBERVM LOCI PROSPECTVM PATERE IVSSIT
Papst Pius VII. hat im 23. Jahr seines Pontifikats den Platz vor dem Pantheon des Marcus Agrippa, der durch ruchlose Spelunken in Beschlag genommen worden ist, in kluger Voraussicht nach der Zerstörung der nicht mehr anzusehenden Verschandelung befreit und das ungestörte Panorama des Platzes wiederherstellen lassen.
Ambiente Roms im 19. und 20 Jahrhundert
Rom bietet nicht nur großartige Monumente und Schätze der Antike, des Mittelalters, der Renaissance und des Barock, sondern ist auch im 19. und 20. Jahrhundert eine Weltstadt geblieben. Seit 1871 ist Rom Hauptstadt Italiens. Die Einigung Italiens bringt Rom einen riesigen Bauboom: ganze Stadtteile entstehen neu; in historistisch bombastischem Stil entstehen wuchtige, überladene Bauten; das Monumento Vittorio Emanuele - von den Römern (nicht) liebevoll Schreibmaschine" getauft- erdrückt mit seiner Masse beinahe den ehrwürdigen Hügel des Kapitols im Zentrum der Stadt.
Während des Faschismus veranlasste Mussolini seiner Visionen für Rom folgend weitere Umgestaltungen der Stadt: breite Prachtstraße wie jene zwischen Kapitol und Kolosseum für Aufmärsche und das - für die letztendlich nicht stattgefunden habende Weltausstellung 1942 - Stadtviertel EUR (Esposizione Universale di Roma) mit dem weithin sichtbaren Palazzo della Civiltà del Lavoro, der auch als quadratisches Kolosseum bezeichnet wird. Und mit folgenden Römischen Majuskeln überschrieben ist: "UN POPOLO DI POETI DI ARTISTI DI EROI DI SANTI DI PENSATORI DI SCIENZIATI DI NAVIGATORI DI TRASMIGRATORI". Übersetzung: "Ein Volk der Dichter, der Künstler, der Helden, der Heiligen, der Denker, der Wissenschaftler, der Seeleute, der Wandernden".

































































































