Trompe-l’œil / Illusionsmalerei

 

Schon von den alten Griechen wird mit der Geschichte von den Trauben des Zeuxis (ca. 400 v.Chr.) ein Streit unter zwei Künstlern überliefert, der die beste - im Sinne von täuschend echte - Wiedergabe der Realität in ihren Bildern zum Thema hatte:
Vom Maler Zeuxis wird dabei berichtet, dass er ein Bild mit Weintrauben so detailgetreu malte, dass die Vögel, die angeflogen kamen um sie zu picken, an der Leinwand abprallten. Nachdem diese Demonstration seiner Meisterschaft vom Publikum zur Kenntnis genommen worden war, forderte er seinen Maler-Konkurrenten Parrhasios auf, doch endlich den Vorhang von dessen Bild zu nehmen, um zu zeigen, was denn er an Kunstfertigkeit und Wirklichkeitstreue zu bieten hätte - wobei sich herausstellte, dass es hinter dem von Parrhasios gemalten Vorhang gar kein Bild mehr zusehen gab. Wer hat in diesem Künstler-Wettstreit gewonnen? Zeuxis oder Parrhasios? Trompe-l’œil  in der griechischen Malerei.

Trompe-l’œil ist die französische Bezeichnung für Illusionsmalerei. Ein Trompe-l’œil-Gemälde täuscht das Auge, indem die Räumlichkeit der Objekte perspektivisch so dargestellt wird, als ob sie tatsächlich zugegen, also real wären. Es ist die Verwischung der Grenze zwischen gemaltem Bild und Realität. Materialität wird täuschend echt vermittelt: Imitationen von Holz, Granit, Marmor und Stein in Form von Körper und Volumen bis ins kleinste Detail nachempfunden. Auslösende Faktoren sind die Licht - und Schatten - Effekte und die geschickte perspektivische Darstellung einer in Wirklichkeit nicht vorhandene Räumlichkeit und Dreidimensionalität. Architektonische Illusionsmalerei wurde in Kuppeln und an Decken von Kirchen und Schlössern vor allem im Barock angewandt, um die Illusion des nach oben offenen Baues Richtung Himmel zu erzeugen. Heute kaschiert illusionistische Wandmalerei leeren Flächen an Gebäuden außen oder zur künstlerischen Gestaltung von Innenräumen.
Sensationelle Illusionen und beeindruckende räumliche, perspektivische Effekte malt der britische Streetpainter und Künstler Julian BEEVER mit Kreide auf Straße / Gehsteig.

 

Trompe-l’œil - Schmetterling auf einem Stein / 8E

Auf der Suche nach den geeigneten flachen, glatten, hellen Steinen im Flussbett begegnen einem bereits auf der Unterseite der zu bemalenden steinernen Anwärter jede Menge Schnecken, Würmer, Asseln, Köcherfliegenlarven. Die glatte, helle Oberseite der flachen Steine soll in der Schule mit bunten, farbenprächtigen, Schmetterlingen oder Libellen und Käfern bedacht werden.

 
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