Salzburger Glockenspiel / Neue Residenz
Der Bau der Neuen Residenz in Salzburg wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts vom damaligen Fürsterzbischof Wolfdietrich von Raitenau veranlasst. Zwei weitere Erzbischöfe zeichneten für die Errichtung zusätzlicher Trakte verantwortlich. Erzbischof Johann Ernst Thun schließlich ließ die Arkaden errichten und veranlasste die Aufstockung des Glockenturms, um darin das bis heute historisch einzigartige Salzburger Glockenspiel zu installieren.
Auf den beiden Stichen (1704) von Christoph Lederwasch sind die Neue Residenz mit dem Glockenturm und dem Brunnen auf dem Residenzplatz sowie das mechanische Werk des Glockenspiels zu sehen. Stiche zum Vergrößern anklicken
Glocken / Uhrwerk / Zeit
Abbau / Restaurierung / Aufbau
Seit Ende des Jahres 2008 ist das Glockenspiel nicht mehr über der Altstadt von Salzburg zu vernehmen. Im Dezember werden die 35 Glocken mit einem Gewicht bis zu 380 kg demontiert und nach Wien transportiert, wo sie in der Werkstätte der Metall-Restauratorin Mag. Elisabeth Krebs restauriert werden. Die Glocken befinden sich seit September 2009 wieder an ihrem Platz im Glockenturm der Residenz. Sie erklingen jedoch nach wie vor nicht, da auch das mechanische Uhrwerk, das eine Etage tiefer im Turm die Klänge auslöst, vollständig zerlegt und ebenso in Wien einer Restaurierung unterzogen wird. Voraussichtlich im Sommer 2010 werden die Melodien des berühmten Salzburger Glockenspiels wieder zu hören sein.



